STÄDTISCHE MARKTHALLE IN FLORENZ

Piazza San Lorenzo
Ziel dieses Sanierungsprojektes, das vom Architekturbüro Archea Associati Florenz mit Filialen und Werken in zahlreichen Ländern der Welt betreut wurde und der Leitung des Architekten Marco Casamonti unterstand, hatte die Realisierung eines neuen überdachten Platzes in der Stadt zum Ziel, wobei die Notwendigkeit, in der Stadtmitte einen neuen zeitgemäßen Treffpunkt zu schaffen, im Mittelpunkt stand. Es waren keine radikalen technischen und regulierenden Maßnahmen nötig: Die vorhergehenden Arbeiten waren von 2008 und im ersten Stock der städtischen Markthalle stand ein verwendbarer Leerraum zur Verfügung, der jedoch nicht den für die Plätze der Stadt typischen Charme hatte und kein Gefühl der Vertrautheit vermittelte. Anstatt invasive Veränderungen vorzunehmen, wurde deshalb die Idee kleiner Läden bevorzugt, die mit leichten zerlegbaren Strukturen so konzipiert wurden, dass sie den schon bestehenden Raum in ein Theater des Geschmacks verwandelten. Die Architektur im ersten Stock basiert auf dem Binom „Essen-Kultur“ und entspringt einem erfinderischen Grundsatz: Einen der schönsten historischen Märkte Italiens mit zeitgemäßen Gebrauchssystemen zu sanieren, die den Ansprüchen eines immer bunteren und anspruchsvolleren Publikums genügen können. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine auf das Interior Design beschränkte Arbeit, sondern vielmehr um eine geschützte, in städtischem Maßstab konzipierte Architektur, bei der die Leichtigkeit und die Helligkeit der wunderschönen Eisen- und Gusseisenrahmenbauten aus dem 19. Jahrhundert sowohl durch den Einsatz einfacher und natürlicher Materialien hervorgehoben wurden (Holz, Matten, Seile, Terrakotta, pigmentierter Zement), als auch durch flexible Einrichtungen, Möbel und große Weiden- und Binsenlampen, mit denen die riesige Markthalle diskret gestaltet ist. Das architektonische Gesamtbild wertet den handwerklichen Charakter der Läden auf, die wie entlang einer Straße oder einem Platz angeordnet sind und auf diese Weise ein „offenes“ Ausstellungssystem bilden. Dieses System sorgt für eine gute Sichtbarkeit der Arbeitsräume, weshalb das Publikum die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Zubereitung der Gerichte genießen kann. Sowohl die Arbeits- und Verkaufsräume der Läden als auch die öffentlichen Toiletteneinrichtungen sind so angelegt, dass sie trotz ihrer unterschiedlichen spezifischen Funktionsmerkmale ein einheitliches und fröhliches Marktbild ausstrahlen. Im ersten Stock der städtischen Markhalle verwirklichte Florenz eine neue Etappe eines europäischen Weges der historischen und der Wein- und Gastronomiemärkte in einem architektonischen Bauwerk, das mit einem ganz eigenen Renaissance-Bewusstsein Modernität und Tradition vereint. Hier wird der von einem sinnlosen Nostalgiegefühl und einer schädlichen Statusposition befreite Sinn der Vergangenheit aktuell und verfügbar für die Stadt. Eine Stadt, in der die Architektur gemeinsam mit ihrer Geschichte und ihren Werten weiterhin die Hauptfigur sein will.
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Reihe/Kollektion

Déco Perlage / Hard Rock Beton 20MM Compact

Farbe

Grey / Cobalt / Mint / Crimson / Sand / Sage / Ginger

Architekt

Marco Casamonti - Studio Archea
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